ETIKETTE

Die Etikette ist eine Verhaltensweise und -regel, die dazu dienen soll, das menschliche Zusammenleben möglichst reibungslos und angenehm zu machen. Sie gibt einen Rahmen, damit die eigenen Worte und Handlungen bewusst vollzogen und verarbeitet werden können und zeigt, dass man sich unter Kontrolle hat. Das Leben im Zen Tempel ist physisch und mental herausfordernd.

Die Etikette im Zen Tempel ist sehr wichtig um einen gerodneten Ablauf während dem Tempelaufenthalt und der Zen Meditation zu gewährleisten.

Übernehmen Sie immer die grösstmögliche Eigenverantwortung in Ihrer Situation und Rolle!

Allgemein

Gerne teilen wir das Tempelleben mit Ihnen. Falls Sie sich nicht ganz anpassen können, verlassen Sie den Tempel unverzüglich.

  • Sie passen sich dem Tempelleben an, nicht umgekehrt.
  • Seien Sie still und aufmerksam!
  • Nicht die eigene und anderer Leute Zeit vergeuden.
  • Reduzieren Sie Worte und persönliche Bedürfnisse auf das Minimum!
  • Wählen Sie Worte und Handlungen sehr bewusst und konsequent!
  • Respektieren Sie die Hierarchie des Tempels!
  • Respektieren Sie das Alter!
  • Seien Sie kein Hindernis für andere und sich selbst!
  • Hinterlassen Sie jeden Ort sauber und aufgeräumt!
  • Seien Sie pünktlich!
  • Nicht herumlungern!
  • Erzählen Sie nicht zu viel Persönliches!
  • Schützen Sie sich und andere, indem Sie ein gutes Vorbild sind.
  • Kein Feuer!

Essen

  • Es wird gegessen was auf den Tisch kommt und wir sind dankbar.
    • Das Küchenteam entscheidet welche Mahlzeit sie zubereitet. Entsprechend frei ist die Wahl der Zutaten: Gemüse, Fisch, Fleisch, usw.
  • Wenn Sie Allergien haben (oder eine physische Beeinträchtigung), informieren Sie uns im Voraus.

Persönliche Bedürfnisse

Den persönlichen Bedürfnissen soll nur während den freien Tagen, der Freizeit und den Pausen nachgegangen werden. Das Leben im Zen Tempel bietet Raum, um das Leben und Sterben zu reexaminieren. Persönlichen Bedürfnisse sind im Zen Tempel auf ein Minimum reduziert!

Tempelaufenthalt

Der Hauptmönch hat das Recht den Tempelaufenthalt eines Gastes jederzeit abzubrechen.

Haftung

Der Hauptmönch sowie der Tempel übernehmen keine Haftung bei Personen- oder Sachschäden. Die Teilnahme am Retreat erfolgt auf eigene Verantwortung. Praktizierende im Zen Tempel sind für den Versichrungsschutz selbst verantwortlich (Krankenkasse, Haftpflichtversicherung, etc.). Falls Sie Allergien haben, oder Medikamente einnehmen müssen, informieren Sie bitte den Tempel vor ihrem Aufenthalt.

Mahlzeiten

Auch für das einfachste Essen zeigen wir tiefe Dankbarkeit.

  • Es wird gegessen was auf den Tisch kommt
  • Keine Essensreste
  • Still und zügig, die Mahlzeit ist formelle Praxis

Koch in der Tempelküche

Neben dem Abt ist der Koch/Köchin die wichtigste Person im Zen Tempel; sie trägt die Verantwortung für das leibliche Wohl und die Gesundheit der Zen Schüler und Gäste. Der Tempelkoch/köchin bereitet alle Speisen mit ganzem Herzen zu und achtet darauf, dass nichts vergeudet wird. Er wird ausserordentlich geschätzt und geniesst Hochachtung.

Die alltäglichen Dinge sollte man hüten wie seinen Augapfel.

Tägliches Arbeiten

Dies ist eine sehr wichtige Etikette für die Praktizierenden. Während der Arbeit ist Flüstern und Schwatzen undenkbar. "Übung in Bewegung" und "Übung in Stille" werden gleichermassen geschätzt. Arbeit ist eine gute Gelegenheit, um zu meditieren und das wahre Selbst zu erkennen.

Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen.

Die Etikette im Zen Tempel ist sehr wichtig um einen gerodneten Ablauf während dem Tempelaufenthalt und der Zen Meditation zu gewährleisten.

DAS LEBEN IM ZEN TEMPEL

Andacht - Meditation - Kontemplation

  • Innere Sammlung, Aufmerksamkeit oder Anteilnahme
  • Geistliche Sammlung der Gedanken
  • Religiöse Versenkung
  • Hinwendung zur Leere und der konkreten Form, in welcher sich diese geistliche Sammlung vollzieht.

Lehrer - Schüler

Im Zen ist die wahre Erkenntnis nicht lehrbar im üblichen Sinne, sie kann nur jenseits von Worten und traditionellen Lehren erfahren werden, da der Wesenskern des Dharma nicht intellektuell zu begreifen ist. Die Rolle eines Lehrers besteht darin, dem Schüler Vorbild und Ansporn zu sein, er kann ihm Techniken und Wege zur Erleuchtung zeigen, letztlich kann der Schüler diese aber nur aus eigenem Bemühen erlangen.

Etwas besonderes ist zwischen ihnen.

Praktizierende

Wir haben keinen Ort, um unsere Köpfe zu ruhen, wie treibende Wolken und fliessendes Wasser. Unser Ziel ist es, die wahre Natur eines Jeden zu erwecken und die „lebenden Worte“ der Heiligen und Weisen zu reexaminieren.

Meditation in Bewegung hat tausendmal mehr Wert als Meditation in Reglosigkeit.

Aufbruch

Wer aber durch dieses Tor eintreten will, von dem wird als Schlüssel der starke Geist des Suchenden gefordert und als Qualifikation für die Aufnahme wird geprüft, ob er vollständig gerüstet ist mit: "Grossem Zweifel", "Grosser Willenskraft" und "Grossem Glauben".

Der grosse Weg des Zen hat kein Tor.

Erlaubnis um Eintritt

Im Zen beginnt die Wahrheit durch die eigene Entscheidung und wird durch eigene Bemühungen erreicht; darum wird der Praktizierende zurückgewiesen und nicht eingeladen.

Pass auf, wohin du trittst!

Gast

Die Stille ist eine schwierige Erfahrung. Der Geist ist mit alten Bildern angefüllt und die Wände scheinen tausend Augen zu haben. Wenn der Praktizierende faul ist, wird er vom Zen Tempel abgewiesen und muss ganz von vorne beginnen. Den Verantwortlichen zu begrüssen und sich für die Gastfreundschaft zu bedanken, ist also ein guter Anfang.

Die Meditationshalle

Die Verbeugung beim Eintreten in die Meditationshalle bedeutet, dass der Praktizierende alle Bemühungen auf sich nimmt, um Weisheit zu erlangen, welche die Unwissenheit überwindet und die Dualität zerschneidet.

Barfuss erklimmt er den Berg der Klingen.

Begrüssung des Abtes

Der Abt wird den Praktizierenden seiner Motivation für den Tempelaufenthalt fragen und verspricht zu helfen, damit das erhoffte Bewusstsein erlangt wird.

Danke!

Tägliche Routine

Die Etikette ist eine Verhaltensweise und -regel und dient dazu, das menschliche Zusammenleben möglichst reibungslos und angenehm zu machen. Sie gibt einen Rahmen, damit die eigenen Worte und Handlungen bewusst vollzogen und verarbeitet werden. Aus diesem Grund wird das Leben der Anfänger mit Ermahnungen der Älteren gefüllt.

Ein ganz kleiner Bruch und schon tausend Kilometer weg.

Geben und Annehmen

Die Praxis des Gebens und Annehmens ist Kern der buddhistischen Lehre.

Mehr Informationen finden Sie auf der Spenden Seite.

Informale Ermutigung

Der Praktizierende wird manchmal mitten in der Nacht von den Älteren wegen seiner Nachlässigkeit im Laufe des Tages nach aussen zitiert. Dies ist eine schreckliche Stunde für den Schüler, aber eine sehr hilfreiche Ermutigung von den Älteren.

Wie ein Diamant, der durch das Reiben mit anderen Diamanten poliert wird.

Interview

Der Abt ruft den Praktizierenden für ein persönliches Gespräch zum Schlachtfeld der Weisheit.

Von Herz zu Herz!

Genialität

Jeder Moment des Lebens wird als Chance gesehen, Erleuchtung zu erlangen. Auch die kleinen und trivialen Aufgaben werden nicht verpönt, weshalb die Etikette einen guten Rahmen gibt.

Verschwende keine Zeit.

Nachtmeditation

Wenn die Lichter gelöscht sind, ist es dem Praktizierenden jederzeit möglich, sich einen Ort zu suchen, um bis Mitternacht ruhig und alleine zu meditieren.

Nichts ist umsonst.

Bewusstseinserfahrung

Jede Person muss diese Erfahrung für sich selber machen, wenigstens einmal im Leben!

Da braucht es keinen Kommentar.

Etikette im Zen Tempel

Für weitere Fragen über die Etikette im Zen Tempel kontaktieren Sie uns jederzeit über ein Kontaktformular auf der Homepage oder rufen Sie uns unverbindlich an. Es freut uns Sie im Zen Tempel begrüssen zu dürfen. Kommen Sie auf eine Tasse Kaffee, eine Abendmeditation, für einen kurz- oder langzeit Aufenthalt vorbei. Die Tempelpforten haben immer geöffnet und der jeweilige Tagesablauf läuft kontinuierlich weiter. Untersuchen und Teilen Sie das Leben & Sterben mit den Zen Nonnen und Zen Mönchen in der Schweiz.