Distanz -
Aufstieg -
Abstieg -

Das Mai 3-Tage Zen-Meditationsretreat hatte alle vier Jahreszeiten in sich. Regen am ersten Tag. Frischer Schnee in den Bergen am zweiten Tag. Warme Sonne im Garten am dritten Tag.

Nichts war zu viel. Nichts hat gefehlt.

Am ersten Tag haben wir gekocht, geputzt, die Hecke zurückgeschnitten, Unkraut gejätet und zusammen gesessen. Das ist nicht getrennt von Meditation. Wenn die Hände arbeiten, kann der Geist still werden. Regen fällt. Die Hecke wird geschnitten. Das Essen wird vorbereitet.

Am zweiten Tag gingen wir zur Gehmeditation in die Berge. Unten im Tal war Frühling. Weiter oben wurde der Wald neblig, dann weiss, dann sehr still. Jeder Schritt musste ganz gemacht werden. Wenn der Schnee tief war, war der Schnee tief. Wenn die Wolken aufgingen, gingen die Wolken auf.

Am dritten Tag kehrten wir in den Garten zurück. Erde wurde getragen, Pflanzen wurden gesetzt, und das Tempelgelände wurde gepflegt. Nach dem Berg, nach dem Sitzen, nach dem Schnee, gab es einfach dies: eine Pflanze, eine Handvoll Erde, einen Atemzug.

Das ist Retreat-Praxis. Wir warten nicht auf einen besonderen Ort oder einen besonderen Geisteszustand. Wir geben unsere ganze Aufmerksamkeit dem, was bereits hier ist.

Lasst uns noch einmal unser Bestes geben.